Bonifacio und seine Steilküste

Wir nähern uns der auf einem Kalkplateau erbauten, 60-80 Meter erhöhten Stadt Bonifacio auf dem Seeweg. Die spektakuläre Einfahrt in den 1,5 km tiefen geschützten Fjord lässt bereits die damalige Uneinnehmbarkeit der Festungsanlage erkennen. Es ist bereits unser zweiter Besuch in dieser fantastischen Stadt und wir beschränken uns hauptsächlich auf die sagenumwobene Treppe von Aragon.

Bonifacio und die Treppe von Aragon

Bonifacio und die Treppe von Aragon

 

Zunächst müssen wir vom Hafengelände aus in die obere Altstadt gelangen. Entlang der befahrenen Hauptstraße ist dabei die gängige aber langweilige Variante. Ein abenteuerlicher Fußweg führt innerhalb der Stadtmauern, ausgehend vom unteren Parkplatz, direkt nach oben. Der Eingang dazu ist etwas unscheinbar, nach kurzer Suche aber durchaus erkennbar.

Stadtmauer von Bonifacio

Stadtmauer von Bonifacio

 

Bonifacio und die Treppe von Aragon

Oben angelangt folgen wir der Beschilderung „Escalier du Roi d´Aragon“ und sind nach ca. 5 Minuten an unserem Ziel – die Treppe von Aragon. Es ranken sich einige Legenden um diese in den steilen Fels geschlagene Treppe. Beispielsweise wird erzählt, König Alfons V. von Aragon hätte sie während seiner Belagerung Bonifacios 1420 in nur einer Nacht in den Felsen schlagen lassen. Damit hätte er die Stadt vom Meer aus erobern wollen. Wahrscheinlicher aber ist, dass der Bau wesentlich länger dauerte und durch Franziskaner erfolgte, die Zugang zu einer Trinkwasserquelle am Fuß der Treppe schaffen wollten.

Treppe von Aragon

Treppe von Aragon

 

Eine kleine Höhle ziert den Abschluß

Wir leisten einen kleinen Unkostenbeitrag und schreiten die 187 Stufen bei einer Neigung von 45° hinab. Unten angekommen geht es zu unserem Erstaunen noch weiter. Ein ebenfalls in den Stein geschlagener Weg führt nach 200-300 Meter zu einer kleinen Höhle.

Kleine Höhle am Ende des Weges

Kleine Höhle am Ende des Weges

 

Die Altstadt Bonifacios auf dem Rückweg

Nach einer längeren Pause an diesem faszinierenden Ort machen wir uns langsam wieder auf den Rückweg in die Oberstadt. Dort machen wir noch einen Rundgang durch die mittelalterliche Altstadt. Die meist gut gefüllte Fußgängerzone mit Ihren zahlreichen kleinen Läden, Imbissbuden und Souvenirshops lädt zum Flanieren ein. Am Ende erreichen wir schließlich den äußersten Befestigungswall. Von dort lohnt sich der Ausblick auf die lagunenartige Hafeneinfahrt. Und man bekommt einen guten Eindruck von der Größe und Wuchtigkeit der Befestigungsanlagen. Ein toller Tag neigt sich dem Ende zu und wir machen uns zufrieden auf in Richtung Hafen.